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Lernen Sie Persönlichkeiten der Geschichte Geras kennen. Hier finden Sie eine kleine Auswahl.
Drechsler, Heike
Sportlerin
1983 wurde Heike Drechsler in Helsinki Weltmeisterin in Weitsprung. Die damals 18jährige ist bis heute die jüngste Weitsprungweltmeisterin in Deutschland.
Weitere Erfolg im Sprint blieben nicht aus, sie gewann Gold zur EM 1986(200m), Silber zur WM 1987 (100m) und zur EM 1990 Silber (100m). Insgesamt wurde sie zweimal Sportlerin des Jahres und Olympiasiegerin 1992 und 2000.
| · | Geboren: 16.12.1964 in Gera, als Heike Gabriela Daute |
| · | 1983 Weltmeisterin in Helsinki in Weitsprung |
| · | 1986 wird sie SED-Abgeordnete in der Volkskammer |
| · | sie gewann insgesamt sechsmal Gold, zweimal Silber und einmal Bronze |
| · | 1994 absolvierte sie einen Siebenkampf und erlange Jahresbestleistung und stellte einen neuen Punkterekord auf |
| · | 1998 wurde sie mit einem Bambi ausgezeichnet |
| · | 2004 trat sie nach der in Berlin stattfindenden ISTAF zurück |
| · | Am 06.05.2005 wurde sie zur Ehrenbürgerin von Gera ernannt |
| · | Jetzt ist sie Sportexpertin beim Sportsender Eurosport |
Ludwig, Olaf
Sportler
Olaf Ludwig zählte in den 80er und 90er Jahren als einer der erfolgreichsten Radsportler Deutschlands. Seine größten Erfolge feierte er als zweimaliger Gewinner der Friedensfahrt und 1988 wurde er Olympiasieger im Einzelrennen. Er gewann dreimal die Etappen der Tour de France und holte sich bei einer Sprintwertung das grüne Trikot.
| · | geboren: 13.04.1960 in Gera |
| · | war anfangs Fußballspieler und Leichtathlet |
| · | 1972 bekam er die Chance in ein Verein nach Berlin zu gehen, doch dazu kam es nicht |
| · | ab 1974 war er im Verein SG Wismut Gera Abteilung Radsport |
| · | 1976 wurde er in der Junioren-Nationalmannschaft der DDR aufgenommen |
| · | 1977 gewann er im Mannschaftszeitfahren die Weltmeisterschaft in Österreich |
| · | 1979 machte er sein Abitur |
| · | 1986 war er Sportler des Jahres der DDR |
| · | 1988 wurde er Olympiasieger und wurde daraufhin von Erich Honecker mit dem Vaterländlichen Verdienstkreuz ausgezeichnet und zum zeiten mal Sportler des Jahres |
| · | 1997 erschien seine Autobiografie „Höllenritt auf der Himmelsleiter“ |
| · | bis 2003 war er Pressesprecher vom Team-Telekom und Vizepräsident des Bundes Deutscher Radfahrer |
| · | bis 2006 war er Pressesprecher bei Team T-Mobile sowie Mitglied der Profikommission des Weltradsportverbandes UCI |
| · | er gründete die Olaf Ludwig Cycling GmbH und lebt heute mit seiner Familie in der Nähe von Aachen |
Biermann, Aenne
Fotografin
Aenne Biermann gehörte zu den bedeutendsten Künstlerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Ihrem Interesse galt besonders die „Neuen Fotografie“, womit Sie sachlich und dokumentarisch die Wirklichkeit darstellte.
Seit 1992 wird aller zwei Jahre der Aenne-Biermann-Preis für Deutsche Gegenwartsfotografie vergeben.
| · | geboren: 3. März 1898 in Goch a. Niederrhein, als drittes Kind einer jüdischen Fabrikantenfamilie |
| · | 1920 Heirat mit Herbert Biermann |
| · | schweres Leberleiden, dadurch früher Tod Biermanns |
| · | 1930 fand in Jena ihr erste große Personalausstellung in Thüringen statt (mit ca. 200 Fotografien) |
| · | gestorben: 14. Januar 1933 in Gera |
| · | hinterließ mit ca. 3000 Negativen ein umfangreiches Oeuvre |
| · | 1991 wurde der „Platz der Thälmann-Pioniere“ in „Biermannplatz“ zurückbenannt |
Otto, Hans
Schauspieler
Hans Otto war ein politisch motivierter Schauspieler und galt als Idealbesetzung für jugendliche Helden und Liebhaber.
Am 14. November 1933 wurde er von der SA verhaftet und bei der Vernehmung aus dem 3.Stock gestürzt. Einige Zeit später erlag er an den Folgen des Sturzes.
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geboren: 10.08.1900 in Dresden |
| · | ging in die selbe Klasse wie Erich Kästner |
| · | er war von 1924-1926 am reußischen Theater in Gera |
| · | 1924 trat er der KPD bei |
| · | er wirkte bei dem Arbeiter-Theater-Bund Deutschlands mit und revolutionierte die Verbindung zwischen Arbeitertheater und proletarischen Schriftstellern/Künstlern |
| · | gestorben: 24.11.1933 in Berlin |
| · | 1957 wurde die „Otto-Dix-Straße“ in „Hans-Otto-Straße“ umbenannt |
| · | 1974/75 wurde das Theaterheim Gera in „Hans-Otto-Haus“ umgetauft |
Schulenburg, Paul Friedrich
Industrieller, Kaufmann, Orchideenzüchter
Paul Friedrich Schulenburg gründete seine Weberei in Gera. Sein Unternehmen zählte zu einem der fortschrittlichsten in ganz Deutschland und wurde mit Auszeichnungen aus dem In- und Ausland sehr gewürdigt.
Bekannt ist er heute vor allem durch "Haus Schulenburg", welches er von Henry van de Velde bauen ließ.
| · | geboren: 01.11.1871 in St. Louis/USA |
| · | 1879 Umzug nach Deutschland |
| · | 1897 Gründung einer Woll- und Seidenweberei in Gera mit A. Bessler |
| · | setzt als erster in der Umgebung elektrische Webstühle ein |
| · | 1906 Erwerb des van de Velde Speisezimmers auf der Dresdner Kunstgewerbeausstellung |
| · | 1913/14 Errichtung des Hauses Schulenburg nach Plänen von Henry van de Velde, unter Bauleitung von Thilo Schoder |
| · | 1922/28 Um- und Neubau der Fabrik in Gera, Errichtung des bedeutenden Indusriebaus von Thilo Schoder |
| · | in der Blütezeit der Firma betrieb er Export in 50 Staaten |
| · | er besaß ein umfangreiches soziales Engagement (Belegschaftsvertretung, Werksküche, Ferienkolonien im Thüringer Wald und an der Ostsee, Betriebsrente u.a.) |
| · | gestorben: 06.06.1937 in Gera |
| · | 1996 entstand die „Paul-Schulenburg-Straße“ |